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== '''Verwendete Exempel:''' ==
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== '''Verwendete Exempel:''' ==
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Bl. E2r (7. Kap.): Abraham respektierte seine Frau Sara, als diese sich über ihre Magd Hagar beklagte. Er verstieß die Magd mit ihrem Sohn um Saras willen, obwohl es ihm wegen dieses Sohnes sehr Leid tat. Er ging mit seiner Frau Sara um "wie mit einem rohen Ei." Dasselbe gilt für das Verhältnis des Landgrafen Ludwig von Thüringen zu seiner jungen Frau, der Heiligen Elisabeth.
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Bl. E2r: Abraham respektierte seine Frau Sara, als diese sich über ihre Magd Hagar beklagte. Er verstieß die Magd mit ihrem Sohn um Saras willen, obwohl es ihm wegen dieses Sohnes sehr Leid tat. Er ging mit seiner Frau Sara um "wie mit einem rohen Ei." Dasselbe gilt für das Verhältnis des Landgrafen Ludwig von Thüringen zu seiner jungen Frau, der Heiligen Elisabeth.  
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Bl. G4r (8. Kap.): Die Heilige Elisabeth hat ihre Liebe zu ihrem Mann auch im Unglück bewiesen. Sie zeigte bei der Beiwohnung kein Verdrießen und wollte sich auch bei seinen Reisen nicht von ihm trennen. Wenn er fern von ihr war, legte sie allen Schmuck ab und führte ein trauriges Leben. Sie ist ein Beispiel für den Glauben, weil sie nie daran zweifelte, dass die Ehe selig macht.
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Bl. G4r: Die Heilige Elisabeth hat ihre Liebe zu ihrem Mann auch im Unglück bewiesen. Sie zeigte bei der Beiwohnung kein Verdrießen und wollte sich auch bei seinen Reisen nicht von ihm trennen. Wenn er fern von ihr war, legte sie allen Schmuck ab und führte ein trauriges Leben. Sie ist ein Beispiel für den Glauben, weil sie nie daran zweifelte, dass die Ehe selig macht.
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Bl. H1r (8. Kap.): Dasselbe gilt für das zeitgenössische Exempel des dänischen Königs Christian und seiner Gemahlin Elisabeth von Spanien [Isabella]. Sie ist ihm auch ins Exil gefolgt und hat das Angebot, zurückkehren zu können, ausgeschlagen. Als sie starb, besaß sie kaum noch etwas von ihrem königlichen Schmuck, ihr Vermögen hat sie für ihren Mann geopfert. Wenn das eine alte heidnische Geschichte wäre, würde man sie hoch achten, denn selbst, wenn sie zur Hälfte erdichtet wäre, so stecke doch große Wahrheit darin. Warum sollte man also nicht auch ein zeitgenössisches Geschehen, in dem Gott seine Wunder zeigt, hoch achten? Die Königin war auch Anhängerin des Evangeliums und wurde deshalb angefeindet. In den Niederlanden hörte sie von einer Frau, die seit drei Tagen in den Wehen lag und nicht gebären konnte. Alle hatten sie schon aufgegeben, wenn nicht ein Wunder geschähe. Die Königin Elisabeth begab sich zu der Frau, ermahnte alle anwesenden Weiber wegen ihrer Kleingläubigkeit und legte selbst Hand an. Durch diesen so erwiesenen großen Glauben konnte die Frau dann doch noch gebären.
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Bl. H1r: Dasselbe gilt für das zeitgenössische Exempel des dänischen Königs Christian und seiner Gemahlin Elisabeth von Spanien [Isabella]. Sie ist ihm auch ins Exil gefolgt und hat das Angebot, zurückkehren zu können, ausgeschlagen. Als sie starb, besaß sie kaum noch etwas von ihrem königlichen Schmuck, ihr Vermögen hat sie für ihren Mann geopfert. Wenn das eine alte heidnische Geschichte wäre, würde man sie hoch achten, denn selbst, wenn sie zur Hälfte erdichtet wäre, so stecke doch große Wahrheit darin. Warum sollte man also nicht auch ein zeitgenössisches Geschehen, in dem Gott seine Wunder zeigt, hoch achten? Die Königin war auch Anhängerin des Evangeliums und wurde deshalb angefeindet. In den Niederlanden hörte sie von einer Frau, die seit drei Tagen in den Wehen lag und nicht gebären konnte. Alle hatten sie schon aufgegeben, wenn nicht ein Wunder geschähe. Die Königin Elisabeth begab sich zu der Frau, ermahnte alle anwesenden Weiber wegen ihrer Kleingläubigkeit und legte selbst Hand an. Durch diesen so erwiesenen großen Glauben konnte die Frau dann doch noch gebären.
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Bl. H3r (8. Kap.): Die Heiden haben als Bild der häuslichen Frau eine Venus gemalt, die auf einer Schildkröte steht.
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Bl. H3r: Die Heiden haben als Bild der häuslichen Frau eine Venus gemalt, die auf einer Schildkröte steht.
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Bl. I2r (9. Kap.): Kinder, die von ihren Eltern zu weichherzig erzogen werden, verachten diese später, genauso wie sie dann die Obrigkeit missachten. Ein Beispiel dafür ist der aufrührerische Absolon, negatives Beispiel in der Bibel ist auch Heli mit seinen Kindern. Dagegen sollen die Eltern aber auch nicht tyrannisch sein wie in jenem Exempel bei Titus Livius: Ein Sohn des römischen Ratsherren Lucius Manlius zieht trotz des Verbotes seines Vater in die Schlacht. Obwohl er siegreich ist, wird er danach von dem Vater wegen seines Ungehorsams geköpft.
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Bl. I2r: Kinder, die von ihren Eltern zu weichherzig erzogen werden, verachten diese später, genauso wie sie dann die Obrigkeit missachten. Ein Beispiel dafür ist der aufrührerische Absolon, negatives Beispiel in der Bibel ist auch Heli mit seinen Kindern. Dagegen sollen die Eltern aber auch nicht tyrannisch sein wie in jenem Exempel bei Titus Livius: Ein Sohn des römischen Ratsherren Lucius Manlius zieht trotz des Verbotes seines Vater in die Schlacht. Obwohl er siegreich ist, wird er danach von dem Vater wegen seines Ungehorsams geköpft.
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Bl. L1v (10. Kap.): Selbst bei den Tieren kann man sehen, dass sie ihren alt gewordenen Eltern gegenüber dankbar sind, so etwa die Störche, die ihre greisen Eltern auf dem Rücken transportieren. Bei den Alten wurde das Bildnis eines Storchs auf das königliche Szepter gesetzt. Das beste biblische Beispiel für das Verhältnis von Eltern und Kindern ist die Geschichte von Tobias.
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Bl. L1v: Selbst bei den Tieren kann man sehen, dass sie ihren alt gewordenen Eltern gegenüber dankbar sind, so etwa die Störche, die ihre greisen Eltern auf dem Rücken transportieren. Bei den Alten wurde das Bildnis eines Storchs auf das königliche Szepter gesetzt. Das beste biblische Beispiel für das Verhältnis von Eltern und Kindern ist die Geschichte von Tobias.
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Bl. N1v (14. kap.): Fabel von Aesop, Fuchs und Adler: Der Adler raubt die Jungen des Fuchses und gibt sie seinen eigenen Jungen zum Fraß, obwohl er mit dem Fuchs eigentlich befreundet war. Als die Jungen des Adlers bei einem Brand umkommen, frisst der Fuchs sie vor den Augen des Adlers auf. Lehre: Untreue wird gerächt.
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Bl. N1v: Fabel von Aesop, Fuchs und Adler: Der Adler raubt die Jungen des Fuchses und gibt sie seinen eigenen Jungen zum Fraß, obwohl er mit dem Fuchs eigentlich befreundet war. Als die Jungen des Adlers bei einem Brand umkommen, frisst der Fuchs sie vor den Augen des Adlers auf. Lehre: Untreue wird gerächt.
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[http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb00038179-4 München BSB]
 
[http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb00038179-4 München BSB]
       

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