| "Alle Fürsten hoffen auf ein Konzil, doch der "fynd" will es nicht zulassen (Str.1). Klage über Vielzahl der theologischen Richtungen (2). Klage über Eigennutz, mangelnde Dienstbereitschaft, ungenügende Wachsamkeit der Obrigkeit gegenüber den Lastern (3-5). Wer Gottes Wort annimmt, wird verfolgt wie Christus (6). Polemik gegen Hurerei (statt Ehestand) der Priester, Dispenspraktiken, Ablass (7), Völlerei der Mönche und Vernachlässigung der Armen (8). Pfaffen, Mönche und Nonnen sollen heiraten (9). Die Welt muss reformiert werden (10) wegen der vom Papst erdachten Dinge (11). Die Jünger wurden ohne Geld in die Welt gesandt, die Bischöfe aber bannen Landschaften der Schulden wegen (12). Die weltliche Obrigkeit ist von Gott eingesetzt (13). Kaiser Sigismund selbst machte auf dem Konstanzer Konzil eine Reformation. Die Pfaffen stellen immer neue Ordnungen auf, leben aber nicht danach (13). Ermahnung der Fürsten, Gottes Wort anzunehmen und danach zu leben (14-18). Geistliche sollen verheiratet und gelehrt sein und nur eine Pfründe haben (19-20). Ein Christ glaubt, trägt sein Kreuz und bekennt. Er lebt nach dem Evangelium und wird an seinen Früchten erkannt (21-25). Bitte um Gottes Gnade (26). Captatio benevolentiae. Es geht nur darum, die Missbräuche abzustellen (27)." | | "Alle Fürsten hoffen auf ein Konzil, doch der "fynd" will es nicht zulassen (Str.1). Klage über Vielzahl der theologischen Richtungen (2). Klage über Eigennutz, mangelnde Dienstbereitschaft, ungenügende Wachsamkeit der Obrigkeit gegenüber den Lastern (3-5). Wer Gottes Wort annimmt, wird verfolgt wie Christus (6). Polemik gegen Hurerei (statt Ehestand) der Priester, Dispenspraktiken, Ablass (7), Völlerei der Mönche und Vernachlässigung der Armen (8). Pfaffen, Mönche und Nonnen sollen heiraten (9). Die Welt muss reformiert werden (10) wegen der vom Papst erdachten Dinge (11). Die Jünger wurden ohne Geld in die Welt gesandt, die Bischöfe aber bannen Landschaften der Schulden wegen (12). Die weltliche Obrigkeit ist von Gott eingesetzt (13). Kaiser Sigismund selbst machte auf dem Konstanzer Konzil eine Reformation. Die Pfaffen stellen immer neue Ordnungen auf, leben aber nicht danach (13). Ermahnung der Fürsten, Gottes Wort anzunehmen und danach zu leben (14-18). Geistliche sollen verheiratet und gelehrt sein und nur eine Pfründe haben (19-20). Ein Christ glaubt, trägt sein Kreuz und bekennt. Er lebt nach dem Evangelium und wird an seinen Früchten erkannt (21-25). Bitte um Gottes Gnade (26). Captatio benevolentiae. Es geht nur darum, die Missbräuche abzustellen (27)." |
| + | Dass die Liedflugschrift von 1569 mit der VD16-Nr. ZV 28117 ebenfalls Kolroß zuzurechnen ist, war in der Forschungsliteratur bisher nicht bekannt. Auch den Herausgebern des Repertoriums der Sangsprüche und Meisterlieder, die zu allen bekannten Meisterliedern Inhaltsangaben erstellt haben, ist die Übereinstimmung der Liedanfänge nicht aufgefallen. Im Register der Liedanfänge zum bisher noch nicht veröffentlichten Quellenverzeichnis der Liedflugschriften von Eberhard Nehlsen stehen die Nummern der beiden Ausgaben zusammen. |