K 1965: Kolroß, Johannes; Vom Concilio vnnd allerley mißbrüchen

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Weitere Druckausgaben:

keine weitere Auflagen bekannt


VD 16-Nr.: K 1965

Kurztitel: Vom Concilio vnnd allerley mißbrüchen

Autor: Kolroß, Johannes

Druckort: Bern

Erscheinungsjahr: um 1552



VD16-Link

K 1965


Autoren:

Kolroß, Johannes(um 1487 – 1558/60)

NDB 12 (1980), Sp. 476 -478


Titel:

Ein sch#[oe]n Lied || vom Concilio/ vnnd aller=||ley mißbrüchen/ ouch warinn die || s#[ae]ligkeyt stande/ mit kundtschafft heili||ger gschrifft/<den handtwerckslütten nitt al=||lein kurtzwylig sonder ouch nutzlich/ Jn || Schillers Thon zesingen.||


Drucker:

Apiarius, Matthias


Format, Umfang:

8°, [8] Bl.


Standort(e) im VD16:

-


weitere Standorte:

Bern StUB: Rar. 62 (78)


Initium

JCh hab gehofft ein lange zyt

Waruff/ merckt hie jr fromen lüt


Inhalt:

Im Repertorium der Sangsprüche und Meisterlieder Bd. I (1994), in den "Nachträgen und Korrekturen zum Katalog der Texte" ( S. 37f) wird der Inhalt des Liedes wie folgt wiedergegeben:

"Alle Fürsten hoffen auf ein Konzil, doch der "fynd" will es nicht zulassen (Str.1). Klage über Vielzahl der theologischen Richtungen (2). Klage über Eigennutz, mangelnde Dienstbereitschaft, ungenügende Wachsamkeit der Obrigkeit gegenüber den Lastern (3-5). Wer Gottes Wort annimmt, wird verfolgt wie Christus (6). Polemik gegen Hurerei (statt Ehestand) der Priester, Dispenspraktiken, Ablass (7), Völlerei der Mönche und Vernachlässigung der Armen (8). Pfaffen, Mönche und Nonnen sollen heiraten (9). Die Welt muss reformiert werden (10) wegen der vom Papst erdachten Dinge (11). Die Jünger wurden ohne Geld in die Welt gesandt, die Bischöfe aber bannen Landschaften der Schulden wegen (12). Die weltliche Obrigkeit ist von Gott eingesetzt (13). Kaiser Sigismund selbst machte auf dem Konstanzer Konzil eine Reformation. Die Pfaffen stellen immer neue Ordnungen auf, leben aber nicht danach (13). Ermahnung der Fürsten, Gottes Wort anzunehmen und danach zu leben (14-18). Geistliche sollen verheiratet und gelehrt sein und nur eine Pfründe haben (19-20). Ein Christ glaubt, trägt sein Kreuz und bekennt. Er lebt nach dem Evangelium und wird an seinen Früchten erkannt (21-25). Bitte um Gottes Gnade (26). Captatio benevolentiae. Es geht nur darum, die Missbräuche abzustellen (27)."


Edition:

In : Bloesch, Hans (Hrsg.) Dreissig Volkslieder aus den ersten Pressen der Apiarius. In Faksimiledruck herausgegeben. Bern 1937, Nr. 21.


Digitalisat

Bern UB